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Kathinka Dittrich van Weringh: Wann vergeht Vergangenheit?
Erscheinungsdatum: 15.05.2017

ISBN 978-3-943941-77-7
Broschur

Preis: 24,90 €



Auch als E-Book erhältlich!

Kathinka Dittrich van Weringh
Wann vergeht Vergangenheit?

Siebenundzwanzig Jahre gehörte Kathinka Dittrich van Weringh zum Goethe-Institut: Schon 1967 ging sie nach Barcelona, später nach New York, Amsterdam, arbeitete einige Zeit in der Münchener Zentrale und gründete nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1990 das erste Goethe-Institut in Moskau. Immer war sie neugierig auf die Welt und ihre Menschen, sah sich als Beobachterin und vor allem als Vermittlerin zwischen den Kulturen. Eine Rolle, die sie auch beibehielt, als sie von 1994 bis 1998 als Kulturdezernentin nach Köln zog, wo sie heute noch lebt.
In diesem Buch erzählt Kathinka Dittrich van Weringh von ihrem ereignisreichen Leben, lässt den Leser teilhaben an ihren Begegnungen mit Künstlern, Filmemachern, Schriftstellern und Musikern, mit Funktionären und Politikern. Dabei lenkt sie den Blick auch immer wieder von der Geschichte in die Gegenwart und stellt die Frage nach der Zukunft Europas und der westlichen Welt.

“Im Westen”
Barcelona. Lebt der Geist des Diktators Francisco Franco noch fort?
New York. Basiert der amerikanische Freiheitsbegriff auf einer anderen Vergangenheit als in Europa?
Amsterdam. Bleibt Deutschland ein »besonderer Nachbar« für die Niederlande?

“Im Osten”
Prag. Wie paart sich der Aufbruch mit der nationalen Rückbesinnung?
Warschau.Befreit von sowjetischer Vormundschaft und gefangen im neuen Nationalismus?
Tirana.Bleibt die Einsamkeit des traditionell abgeschotteten Landes?
Moskau. Verlierer des Kalten Krieges oder neuer Gewinner?
Nida/Vilnius. Ist mit der Integration in die EU die von Russland abhängige Vergangenheit überwunden?
Kiew. Zwischen Vergangenheit und europäischer Zukunft?
Minsk. Zurück zur Vergangenheit?
Chisinau. Zwischen Bangen und Hoffen?
Jerewan. Ist nach wie vor niemand von Armenien abhängig?
Baku. Wohin wird sich dieser islamische Staat orientieren?
Groß Lüben in der ehemaligen DDR. Ist alles westdeutsch jetzt, oder?

»Eine faszinierende Lektüre bietet dieses Buch, das flüssig geschrieben ist und brillante Analysen der Weltpolitik bietet.«
(Katrin Stahl, KULTURAUSTAUSCH 1/18)

»Das Ringen der Katalanen um Unabhängigkeit beobachtet sie aus nächster Nähe: ›Barcelona will reden, während Madrid immer nur schweigt‹, sagt sie über das Verhältnis der Provinz zur Zentralregierung, deren unerbittliche Haltung ihr Sorge bereitet. […] Eine faszinierende Lektüre bietet dieses Buch, das flüssig geschrieben ist und brillante Analysen der Weltpolitik bietet.«
(Thomas Linden, Kölnische Rundschau, 12.12.2017)

»Mir ging es immer darum, Mittler zwischen Welten zu sein und nicht Exportfrau deutscher Künste und Kultur. Das hat mir manchen Ärger mit dem Auswärtigen Amt eingebracht, aber den habe ich überlebt. Sich in den Nachbarn hineinzudenken und auf ihn einzugehen – das war und ist mein Antrieb.«
(Martin Oehlen, Interview im Kölner Stadtanzeiger, 08.12.2017)