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Peter J. Betts: Schwarze Kiste
Erscheinungsdatum: 05.07.2010

ISBN 978-3-937717-47-0
267 Seiten, gebunden

Preis: 19,80 €

Peter J. Betts Schwarze Kiste

Roman

Buchbeschreibung

Es beginnt mit der Beerdigung des jungen, überall beliebten Franz Xaver Müller-Regenass, der 1961 im engsten Freundeskreis seine Beförderung zum Leutnant feiert, und in der Nacht demonstrieren will, wie bei den Grenadieren
Schluchten überquert werden. Aus dreißig Meter Höhe stürzt er vom Seil. Wie es genau passiert ist, weiß niemand zu sagen.
Dieses tragische Ereignis schweißt die jungen Menschen, die bei dem Unglück dabei waren, zusammen.
Nelly, die Verlobte von Franz Xaver, heiratet einen guten Freund des Verunglückten. Anna, die jüngere Schwester, heiratet Fritz. Rita ihren Verlobten Erwin, den besten Freund des Verstorbenen. Im Jahr darauf kommen die ersten Kinder der Paare zur Welt.
In einem Zeitsprung erzählt der Autor von den Freunden und deren erwachsenen Kindern, die sich 1996 im gemeinsamen Ferienhaus an der Côte d‘Azur treffen. Rückblicke ins Jahr des Unglücks geben immer tieferen Einblick in das Geheimnis dieser verschworenen Gruppe und zeigen, wie ihr Leben und das ihrer Kinder durch den Tod Franz Xavers bestimmt wird. Sehr langsam entblättert sich die ganze Wahrheit.
Essayistische Passagen durchziehen den Roman, ordnen die Handlung in die gesellschaftspolitischen Auseinandersetzungen der jeweiligen Zeit ein, berichten über die Hoffnungen und Irrtümer der handelnden Personen.
Ein sehr intelligent geschriebener Roman, der die Lesenden mit unerwarteten Wendungen überrascht und in Spannung versetzt.

Pressestimmen

Es beginnt mit der Beerdigung des jungen, überall beliebten Franz Xaver Müller-Regenass, der 1961 im engsten Freundeskreis seine Beförderung zum Leutnant feiert, und in der Nacht demonstrieren will, wie bei den Grenadieren Schluchten überquert werden. Aus dreißig Metern Höhe strürzt er vom Seil. Dieses tragische Ereignis schweißt die jungen Menschen, die bei dem Uglück dabei waren, zusammen. Nelly, die verlobte von Franz Xaver, heiratet einen guten Freund des Verunglückten. Anna, die jüngere Schwester, heiratet Fritz. Rita ihren Verlobten Erwin, den besten Freund des Verstorbenen. Im Jahr darauf kommen die ersten Kinder der Paare zur Welt. In einem Zeitsprung erzählt der Autor von den Freunden und deren erwachsenen Kindern, die sich 1996 im gemeinsamen Ferienhaus an der Cote d’Azur treffen. Rückblicke ins Jahr des Unglücks geben immer tieferen Einblick in das Geheimnis dieser verschworenen Gruppe und zeigen, wie ihr Leben und das ihrer Kinder durch den Tod Franz Xavers bestimmt wird. Sehr langsam entblättert sich die ganze Wahrheit.

Pforzheimer Zeitung

Der in der Schweiz lebende Autor britischer Staatsangehörigkeit überrascht in seiner raffiniert komponierten Geschichte mit unerwarteten Wendungen, schildert die Ereignisse teils mehrmals, wobei verschiedene Perspektiven immer wieder neue Aspekte des Geschehens hervorbringen. Betts springt dabei chronologisch zwischen den 1960er Jahren mit dem eigentlichen Geschehen und den 1990er Jahren mit dessen Folgen. Seine Sprache findet beeindruckende Bilder; kritisch – mitunter sarkastisch – kommentiert Betts zugleich die gesellschaftliche Entwicklung der Schweiz und stellt Verbindungen mit dem schicksal seiner Figuren her. Dem bereits 1998 entstandenen Roman wünscht man viele Leser.

Regine Mitternacht, ekz-bibliotheksdienst

Dass Kulturbeauftragte soger selber Kunst machen können, beweist Peter J. Betts mit Romanen wie ›Schwarze Kiste‹. […] Ein Kriminalroman? Mehr als das. Ein Buch, das auf sagenhafte, legendäre Motive anspielt – denn hier geht es zudem noch um eine inzestuöse Beziehung und ihre Folgen. Wie in einem Puzzlespiel fügt Betts Details zueinander; so enthüllen sich Tatsachen, die noch das Leben der nächsten Generation bestimmen werden. ›Schwarze Kiste‹, black box – ein geschlossenes System, das weder durch das Hinzukommen von weiteren Freunden noch durch die Nachkommen zu öffnen ist. In dieser symbiotischen Gemeinschaft hilft man sich gegenseitig zuverlässig; nur in kleinen Sätzen tun sich Zweifel auf: ›Wie viel Güte erträgt ein Mensch?‹ […] Ein bis zum Schluss planvoll verwirrendes Buch, und doch liest man es in einem Rutsch.

Sabine Peters, Basler Zeitung

Peter Betts wunderbare Sprache lässt die Geschichte zusätzlich zu einem literarisch äußerst gelungenen Werk werden – detailliert ausgearbeitete Charakterschilderungen seiner Figuren und unerwartete Wendungen machen die Lektüre des Romans »Schwarze Kiste« zu einem Hochgenuß moderner Literatur. Mehr lesen

Sven-André Dreyer, www.schreib-lust.de