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Boris Zabarko: »Nur wir haben überlebt« - Holocaust in der Ukraine
Erscheinungsdatum: 15.07.2004

ISBN 978-3-937717-10-4
540 Seiten, gebunden

Preis: 24,80 €



Auch als E-Book erhältlich!

Boris Zabarko
»Nur wir haben überlebt« - Holocaust in der Ukraine

Zeugnisse und Dokumente Deutsche Bearbeitung von Margret und Werner Müller

Buchbeschreibung

Boris Zabarko, selbst Uberlebender des Ghettos von Schargorod hat 86 ergreifende und erschütternde Berichte von Uberlebenden der Ghettos in der Ukraine gesammelt. In jedem der Berichte schwingt die Trauer und Klage mit: »Nur wir haben überlebt«. Als Kinder oder Jugendliche wurden sie Zeugen, wie ihre Eltern, Geschwister und alle Familienangehörigen ermordet wurden. In ihren Berichten sagen sie: »Vielleicht erscheint dem einen oder anderen mein Bericht wie eine Aufzählung trockener Tatsachen, aber für mich sind das die Meilensteine meiner hungrigen, zertretenen Kindheit.« »Als ich ein Kind war, habe ich von einem Stück Brot und von der Freiheit geträumt. Ich träumte davon, eine echte Puppe im Arm zu halten. Aber mein Traum wurde nicht wahr.« Die Berichte enthalten Schilderungen der grausamen Morde. Sie zeugen aber auch vom übermächtigen Uberlebenswillen der Kinder. »Mutter hielt mich ganz fest, drückte mich an sich und sagte: Wenn wir sterben, dann zusammen, damit du nicht leiden musst. Aber ich riss mich los, sprang durchs Fenster in den Garten und entkam.« Der Leser erhält Informationen über die Schwierigkeiten der Flucht, des Untertauchens und der Rettung durch Menschen, die ihr Leben und das Leben ihrer Familien riskierten, um diese gejagten, gequälten und verzweifelten Juden zu retten, und sei es nur für eine Nacht. Die mahnende Erinnerung ist die Triebfeder für diese Zeitzeugenberichte. »Möge meine Erzählung dem ewigen und leuchtenden Andenken an die unschuldigen Opfer dienen, die in den Gräbern ruhen. Natürlich lässt sich damit die tiefe Traurigkeit nicht heilen, die für immer in unserem Gedächtnis, in unseren Herzen wohnen wird.«

Pressestimmen

Ich erinnere mich sehr gut an diesen warmen und sonnigen Herbsttag des Jahres 1941. Wohin man auch sah, überall war Grün, Sonne und frische Luft. All das gab es auch an diesem Tag, der für die Juden der Stadt der letzte Tag wurde.

Ruwim Schtejn, Überlebender von Babij Jar, geb. 1926

Sie hatte niemanden, an den sie sich anschmiegen konnte, es war niemand da, der sie umarmen und in dieser schweren Minute trösten konnte. Sie stand da und schwieg. Die Kinder weinten nicht, sondern standen schweigend da, als seien sie verzaubert worden.

M. Rosenberg, Überlebender von Romanow, geb. 1933