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Vladislav Todorov: Die Motte
Erscheinungsdatum: 10.03.2011

ISBN 978-3-937717-54-8
190 Seiten, Englische Broschur

Preis: 14,80 €

Vladislav Todorov Die Motte

Roman noir (Aus dem Bulgarischen von Roumen M. Evert und Ines Sebesta)

Buchbeschreibung

»Die Motte« orientiert sich stilistisch – worauf der Untertitel »Roman noir« hinweist – auf den Film noir der 1940er Jahre. Todorov geht als postmoderner Autor spielerisch mit der Gattung um, obwohl seine Anleihen nicht verspielt, sondern
immer Mittel zum Zweck sind. Mit einer ironischen Verbeugung vor dem sozialistischen Realismus beschwört der Autor
im Gewand eines packenden Thrillers etwas ganz Reales herauf: die grausame Realität des Kommunismus in Bulgarien.
Die Geschichte schlägt einen Bogen von der Zeit kurz vor der kommunistischen Machtübernahme im September 1944 und dem Sofia der 1960er Jahre. Nach 25 Jahren wird der zu Unrecht des Raubmords verurteilte »Motte« aus der Haft entlassen. Sein ehemaliger Komplize, inzwischen Polizist, erwartet ihn, um zu erfahren, wo die Beute, ein Diamant, versteckt ist. Um dem Gedächtnis seines Kumpels auf die Sprünge zu helfen, mischt er ein Gift in dessen Essen, das »Motte« innerhalb von 24 Stunden töten wird.
Und »Motte« macht sich auf die Suche, um sein Leben zu retten. Auf seiner Odyssee irrt er durch eine gespenstische Welt. Selten wurde die dehumanisierende Wirkung des realen Sozialismus so eindringlich heraufbeschworen.

Pressestimmen

“Vladimir Todorov hat seinen Text ‘Roman Noir’ genannt und wirklich, in Anklängen an alte Filme und harte angloamerikanische Krimis jagt er seine Hauptfigur in atemlos kurzen Kapiteln durch ein sozialistisches Bulgarien, dem bereits die Stagnation nach dem Pathos der Aufbaujahre anzumerken ist.”

Harald Asel, Quergelesen, rbb Inforadio

“Ein zwielichtiger Held steht im Mittelpunkt, ein harter Typ, wie wir ihn aus Romanen von Raymond Chandler oder Dashiell Hammett kennen. Doch dieser Typ, die ‘Motte’ – bei Todorov ist er kein Detektiv, sondern ein Gangster. Ein Gangster aus der Ära des Sozialismus.”

Uwe Stolzmann, WDR