
- Erscheinungsdatum: 01.09.2000
ISBN 3920862635
280 Seiten, gebunden
Preis: 19,00 €
Thomas Prinz Ankunft in Bukarest
Roman
Buchbeschreibung
spannend und einfühlsam zeichnet Helmut Braun die Lebenslinien des deutschsprachigen Juden Edgar Hilsenrath und verknüpft Leben und Werk dieses sprachmächtigen Erzählers zu einem Bild, in dem auch die gewaltigen Verwerfungen des 20. Jahrhunderts aufscheinen. Ein 1926 in Deutschland geborener Jude hatte wenig Möglichkeiten, sein Leben zu gestalten. Die Alternativen in Nazideutschland waren: Emigrieren oder deportiert werden. Dass einer den Krieg in Deutschland überlebte, war möglich, aber unwahrscheinlich. So ist es im Prolog des Romans »Fuck America – Bronskys Geständnis« von Edgar Hilsenrath nachzulesen. Er wurde deportiert und dank einer Reihe glücklicher Fügungen überlebte er, emigrierte nachträglich in die USA und schrieb sich mit dem Ghettoroman »Nacht« die erlittenen Traumata von der Seele. So begann eine im höchsten Maße ungewöhnliche Schriftstellerkarriere. Edgar Hilsenrath und Helmut Braun sind seit 1977, seit im Literarischen Verlag Braun in Köln der bitterböse, satirische Roman »Der Nazi & der Friseur« erschien, befreundet. Im Laufe von 26 Jahren hat der Autor seinem Biografen seine Sicht der Geschehnisse, seine Wahrnehmungen berichtet, gewichtet, gewertet. Zusätzlich hat Helmut Braun eine Vielzahl von Interviews und autobiografische Texte Hilsenraths ausgewertet und den umfangreichen Vorlass des Schriftstellers gesichtet, der mittlerweile an die Akademie der Künste in Berlin übergeben wurde. Dokumente, Briefe, Fotos, Medien- und Zeitzeugenberichte, auch wissenschaftliche Arbeiten bilden das Fundament dieser Biografie. Die Erinnerungen des Biografen an gemeinsame Erlebnisse mit Edgar Hilsenrath und Texte, die autobiografische Einschübe in seinen Romanen sind oder sein könnten, ergänzen den biografischen Bericht und stellen immer wieder die Fakten in Frage; denn: was sind schon Fakten, wenn ein Leben zu erzählen ist.
Pressestimmen
Autor Thomas Prinz, der zwischen 1993 bis ´96 selbst als Diplomat in Bukarest arbeitete, hat nach seinem Krimidebüt »Mode, Mord und Models« (1996) nun eine schnelle, spannende und überaus pointierte Krimisatire verfasst, die von ihren hochkomischen Milieuschilderungen lebt.
Münchener Abendzeitung
Auf die krumme Tour
Bukarest sei keine Traumstadt, aber auch nicht so schlimm wie ihr Ruf. Jeder ist bemüht, die junge Diplomatin zu trösten, die an die deutsche Botschaft in Rumäniens Hauptstadt versetzt worden ist. Unnötige Mühe, denn Charlotte Valentin kann eine Menge wegstecken. Starke Nerven braucht sie tatsächlich: Zwei Tage nach ihrer Ankunft wird ein Kollege ermordet. Sie wird mit den Ermittlungen betraut. Ein reportagehafter Krimi: Der Autor, seit zehn Jahren im Auswärtigen Dienst (davon drei in Bukarest), vermittelt treffende Beobachtungen über Rumänien in der Ära nach Ceausescu.
Für Sie
Krimi, Thrill, von jedem ein bisschen, aufgepeppt durch Insiderinformationen, die nur ein Diplomat wissen kann.
Ostthüringer Zeitung
“Ankunft in Bukarest” bietet Lesestoff für eingefleischte Krimifans.
Unser Bremen
“Ankunft in Bukarest” ist eine klassische Whodunit-Geschichte, die traditionell erzählt wird, dabei ihren Reiz vor allem aus dem zielsicheren Blick auf den Alltag der deutschen Exklave gewinnt.
Hamburger Abendblatt
Ein interessantes Umfeld für einen Kriminalroman, das der Autor, der selbst im diplomatischen Dienst ist, interessant umsetzt. Neben der kriminalistischen Handlung vermittelt das Buch vielfältige Informationen über das gesellschaftliche Leben in Bukarest nach der Ceausescu-Ära. Ein etwas anderer, aber darum nicht weniger spannender Kriminalroman.
Landesspiegel Hessen

