Pressestimmen:
Leo und Ludwig hat es als Personen nie gegeben, aber der Rahmen der Handlung wirkt sehr authentisch. Nicht nur, dass neben Rudolf Virchow auch Heinrich Zille auftritt, sondern Dominique Anne Schuetz zeigt auch sehr detailliert die vielfältigen Gesichter Berlins in seiner Entwicklung mit den dazugehörigen Schattenseiten. Die Authentizität geht soweit, dass die Figuren in den Dialogen berlinern. Das mag Geschmackssache sein, aber die Liebe zum Detail des Zeitgeistes macht den Roman zu einer spannenden Lektüre neben den psychologischen Verwicklungen von Leo und Ludwig.
Birgit Koß, Deutschlandradio Kultur
Dominique Anne Schuetz erzählt bunt und detailliert. (...) Liebevoll - manchmal voll Ironie - zeichnet die Autorin die Milieus der Unter- und Oberschicht in Zeiten der Industrialisierung. (...) Für alle, die sich gerne im Spannungsfeld der Jekyll-and-Hyde-Thematik bewegen und Skurriles mögen, sei eine unterhaltsame Lesezeit versprochen.
Antje Stiebitz, Neues Deutschland
"Mit Souveränität und grossem Geschick entfaltet die Zürcher Autorin Dominique Anne Schuetz in ihrem zweiten Roman den historischen Stoff: Sie zeichnet nicht nur das Schicksal der siamesischen Zwillinge mit grosser Empathie nach; sie entwirft darin auch ein anschauliches, sinnlich dichtes Panorama Berlins am Ende des 19. Jahrhunderts. Mutig reichert sie ihren Stoff mit Erzählsträngen an, deren Ausläufer bis nach Amerika reichen, so dass ihre Geschichte eine ebenso unerwartete wie auch dramatische Wendung nehmen kann.
Grossartig gestaltet sie auch die Exposition ihres Themas: Schlaglichtartig beleuchtet sie mit zwei Szenen aus dem 16. und 17. Jahrhundert die Geschichte des Kaiserschnitts, der häufig in Zusammenhang bei missgestalteten Föten oder Säuglingen vorgenommen wurde. Damit wird die Handlung – ohne zu forcieren – mit dem Schock gegenüber dem Unheimlichen und Unerklärlichen grundiert, der dann das Leben Leos und Ludwigs begleiten wird. ...
So bietet denn dieser Roman nicht nur ein schönes Lesevergnügen; er fasziniert auch durch die Virtuosität, mit der die Verbindung von Sachkenntnis und Melodrama gelingt." Mehr lesen
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