Pressestimmen:

Im Tritt der Pedale verweben sich Erinnerungen, poetische Miniaturen und skurrile Alltagsbeobachtungen - vom Dampfgeplauder der Globetrotter Steve und Vali ist Brummes Prosa so weit entfernt, wie ein Andrzej-Wada-Film von den »Simpsons«.


Nils Kahlefendt, Börsenblatt


So ganz will man Brumme seine fast ausschließlich positiven Erfahrungen nicht glauben, zu perfekt, zu menschenfreundlich scheint diese Welt (...)
Vielleicht ist diese Skepsis aber genau der westliche Großstadtpessimismus, dem Brumme mit seiner Fahrradtour entkommen wollte. Um das herauszufinden, muss man vermutlich selbst seine Erfahrungen sammeln. Brummes Buch macht auf jeden Fall Lust darauf.


Jan Ehlert, NDR - Buch der Woche


Christoph Brummes Buch ist anders. (...) Das Buch lebt (...) von den Begegnungen, die Brumme widerfahren. Er erzählt von seinen Vorurteilen, die Ukraine betreffend. Räuber und Banditen vermutet man dort, alle Formen von Gesetzlosigkeit und Willkür, einfach mafiöse Zustände udn Brumme - Brumme fährt mit seinem Rad durch das Land und bekennt am Ende, dass es nicht eine Stunde gegeben hätte, in der er diese Fahrt bereut habe. (...)

Brumme zieht ein doppeltes Fazit aus seiner Tour de Wolga: Er liebt das Alleinsein, und er hat erlebt, dass die meisten Menschen hilfsbereit, freundlich und ehrlich sind. Das klingt recht schlicht, aber vielleicht sind viele Wahrheiten genau das.

Mein Fazit: Lesenswert.


Günter Wessel, Deutschlandradio


Das Buch erinnert an Wolfgang Büschers preisgekröntes Werk »Berlin - Moskau«. Brummes Bericht ist ähnlich lesenswert und tiefgründig, nur nicht so geschichtsgründelnd.


Maren Schürmann, Westdeutsche Allgemeine Zeitung


Dies ist kein Radreiseführer. Dies ist kein literarisches Werk. Dies ist eine Kreuzung aus beiden Aspekten. (...)
Fazit: eine etwas andere Lektüre, weit abseits vom Mainstream und dennoch gut lesbar und gelungen. Eine Ergänzung des breitgefächerten Angebotes für radbegeisterte Leser oder lesebegeisterte Radler.


Udo Kewitsch, Traunsteiner Tagblatt


Zur Abwechslung mal interessant reisen

(...) Brummes Reisebericht ist sprachlich brilliant und man merkt ihm nicht die Mühe an, die der Autor auf die Feinheiten seines Stils verwendet hat. Die treffenden, kurzen Formulierungen, die Vermischung von Reiseerlebnis, kommentierendem Metatext und literaturhistorischen Exkursen lassen den Fahrradfahrer Brumme eine ganz eigene Sicht auf die Menschen finden, die ihn auf seiner Reise begegnen. (...) Dieses Erlebnis mit dem Autor zu teilen, darauf sollte kein Leser verzichten.


Thomas Neumann, www.literaturkritk.de


Fahrradtour durch die Hirnwindungen

Auf seiner Fahrt durch Polen, die Ukraine und Russland berichtet er menschenkenntnisreich von Begegnungen mit Bauern, Schachtarbeitern, Volksdeputierten, Gendarmen und Banditen. ... Seine Stärken entwickelt er im Wechsel von knappen Tagebucheinträgen und Bewusstseinsströmen ("Vielleicht fahre ich durch Dörfer oder durch meine Hirnwindungen") wie reflexive Passagen über das Schreiben ("Verwendung der Akjektive: Thomas Mann bindet Schleifchen an die Sätze, Kafka Rubine und Rasierklingen") oder Schachspielen.

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Reiseblatt



"Auf einem blauen Elefanten" als persönliche Empfehlung auf der SWR-Bestenliste im Mai 2010

Dieses lebendige, nur scheinbar rasch hingeschriebene Tagebuch nimmt einen mit auf die lange Fahrrad- und Erfahrungstour, die der kontaktfreudige Solist Brumme im Sommer 2007 absolviert hat. Zweieinhalb Monate ist er mit seinem "blauen Elefanten" von Berlin nach Saratov unterwegs gewesen, in 14 strapaziösen Tagen auf anderer Route zurückgestrampelt. Der Lohn der Anstrengung: vor allem viele nachwirkende Begegnungen mit gastfreundlichen (meist auch trinkfesten) Menschen und, nicht zuletzt, die Fotos der mit Mosaikbildern ausgestatteten Buswartehäuschen - Sowjet-Kuriosa, die ihr Entdecker als Kulturerbe würdigt.

Wolfgang Werth