Eva Weissweiler

Berndt W. Wessling

25. Juli 1935 in Bremen geboren, 13. Januar 2000 in Hamburg gestorben. Romane: »Spatzen im Kanonenrohr«, »Die Töchter Zions«. Künstlerbiographien: Alma Mahler, Lotte Lehmann, Wilhelm Furtwängler, Wolfgang Karajan, Franz Liszt, Giacomo Meyerbeer, Ludwig van Beethoven und Wieland Wagner. Satiren: »Bayreuth mon amour«, »Narciß und Goldpepperl« Essays und biographische Dokumentationen über: Kurt Tucholsky, Astrid Varnay, Wolgang Windgassen und Hans Hotter. Autobiographie: »Auf der Straße der Anne Frank«
Rainer Wieczorek

geboren 1956 in Darmstadt, wo er heute noch mit seiner Frau und seiner Tochter lebt.
Nach dem Schulabbruch und einer Musikalienhändler-Lehre emanzipiert er sich von den kleinbürgerlichen Verhältnissen, aus denen er stammt, spielt Theater, rockt und jazzt. Über den Zweiten Bildungsweg beginnt er ein Studium der Germanistik und der Sozialopsychologie. Seit 1992 ist er Lehrer an der gymnasialen Oberstufe, von 1995 bis 2009 gemeinsam mit Andreas Müller Programmleiter des Darmstädter Literaturhauses.
Für seine Erzählungen erhielt er 1997 den Lichtenbergpreis für Literatur. Eine umfassende Sammlung seiner Erzählungen erschien unter dem Titel »Zweifelhafte Geschichten« im Januar 2000. Von Lokomotovführern, die eine »befreite Bahnfahrt« konzipieren, wird da erzählt, von Bobfahrern, die vor dem Ziel bremsen, weil ihr eigenes Ziel ganz anderer Natur ist. Vom Selbstbehauptungswillen derer, die ihr Leben nicht einem Zweck unterordnen, es nicht außen verplanen lassen wollen, handeln Wieczoreks Texte.
Die Rezeption durch die Literaturkritik setzt im Jahr 2009 ein, als im Dittrich Verlag der erste Band seiner Künstler-Trilogie erscheint. Immer wieder wird nun Wieczoreks Sprache (Bruno Steiger, NZZ) gelobt, sein feiner Humor (Jochen Schimmang, taz), seine Kompositionstechnik (Johannes Breckner, DE): »ein hervorragender Schriftsteller« (Günter Nawe).
Für »Der Intendant kommt« wurde er 2008 mit dem Gerhard-Beier-Preis ausgezeichnet. Nachdem 2009 »Zweite Stimme« erscheint, ist die »Tuba-Novelle« der 2010 veröffentlichte zweite Band einer Trilogie von Künstlernovellen. Im Frühjahr 2011 folgt Wieczorecs preisgekrönte Novelle »Der Intendant kommt«.
Boris Zabarko

Boris Zabarko, Dr. phil., geboren 1935, lebt in Kiew, ehemaliger Häftling des Ghettos von Schargorod, Studium an der Universität von Czernowitz, Doktorand am Institut für Geschichte der Akademie der Wissenschaft der Ukraine (Kiew), 1971 Promotion, 1969-1988 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte, 1971-1991 Mitglied der sowjetisch-deutschen (DDR) Historikerkommission, 1989-2002 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Weltwirtschaft und internationale Beziehungen der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine, seit 1998 Direktor des Instituts für Sozialarbeiter und Gemeindehelfer, seit 2004 Präsident der ukrainischen Vereinigung jüdischer ehemaliger Häftlinge der Ghettos und nationalsozialistischer Konzentrationslager.Autor von mehr als 200 Büchern und Artikeln, veröffentlicht u.a. in Deutschland, Israel, Österreich, Russland, der Tschechoslowakei, der Ukraine und Ungarn.
Jochen Zierau

Jochen Zierau, geboren 1934, Jura-Studium und Promotion in Köln. Ab 1977 Richter beim Familiengericht, zuletzt in leitender Funktion. Veröffentlichte mehrere Bücher mit Kurztexten: »Zögern diesseits des Flusses«, »Luftwurzeln«, »Lob des Hinkens« und ein Theaterstück: »Das Zweite Gesicht«. Seit zehn Jahren Mitarbeit am »Rheinischen Literaturkalender«. Lebt in Köln.