Das »Lexikon der Juden in der Musik« war die Basis für den Massenmord an den jüdischen Musikerinnen und Musikern. Dieses Buch soll der Beginn sein, allen Ermordeten und Vergessenen wieder ihren Platz in der Musikgeschichte zurückzugeben.
Eva Weissweiler
Ausgemerzt!
Das Lexikon der Juden in der Musik und seine mörderischen Folgen
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Das dunkelste Kapitel der deutschen Musikgeschichte 1940 - ein Jahr nach Beginn des Zweiten Weltkrieges - erscheint das »Lexikon der Juden in der Musik« mit einem Titelverzeichnis jüdischer Werke, mit den Namen der »Größen« aus der Zeit der Weimarer Republik, also Schönberg, Schreker, Weill, Hollaender, Richard Tauber, Fritzy Massary oder Wanda Landowska. Das Lexikon macht keinen Unterschied zwischen Komponisten, Virtuosen, Verlegern und Pädagogen. Selbst jede der ungezählten privaten Musiklehrerinnen jüdischer Herkunft, jede Barpianistin wurde erfaßt. In dem Buch ist weniger von Schönberg oder Weill die Rede, auch nicht von rehabilitierten wie Hollaender oder den Comedian Harmonists. Im Mittelpunkt stehen die zu Unrecht Vergessenen. Das betrifft auch die Vertreter der »leichten Musik« wie Richard Fall (»Was machst du mit dem Knie, lieber Hans«) und die vielen Komponistinnen der zwanziger Jahre wie Herta Baurose, Rachel Danziger van Embden oder Maria Herz. |
